Mitsommerfest in Frauenfeld: Ein Teppich für die Inklusion

Im beschaulichen Frauenfeld, dem Hauptort des Kantons Thurgau, wurde auch im diesjährigen Juni wieder das Mitsommerfest gefeiert. Mitsommer – das ist kein Verschreiber, denn bei diesem Fest steht das Miteinander im Mittelpunkt: Hier sollen alle mitfeiern können, unabhängig von Alter, Geschlecht, körperlichen Voraussetzungen, Herkunft, Sprache oder der finanziellen Situation. Demnach stand das Fest unter dem Fokus der Chancengerechtigkeit sowie (sozialer) Nachhaltigkeit.

Und um diese soziale Nachhaltigkeit umzusetzen, wurden einige Hebel in Bewegung gesetzt. Das fängt an bei der barrierearmen Website, die auch in einfacher Sprache verfügbar ist und geht weiter bei diversen Maßnahmen, die auf und während des Festes umgesetzt wurden. So gab es klar verständliche Signaletik zur leichteren Orientierung, viele Ruhe- und Rückzugsorte, eine leicht zugängliche Tribüne, Ansprechpersonen vor Ort und viele Angebote für Menschen mit kleinem Budget.

Unser Beitrag: Die "Chancenspur"

Die größte Signalwirkung des Festes hatte aber wohl die symbolische „Chancenspur“ – ein barrierearmer Weg, gekennzeichnet durch einen blauen Teppich, der einmal über das gesamte Festgelände führte und so alle wichtigen Attraktionen und Aktionen miteinander verband.
Und genauso wie das Fest unter dem Thema Nachhaltigkeit stand, so tat es auch der von Weberfloors zur Verfügung gestellte Teppich. Insgesamt wurden von uns über 700m² Teppich verlegt – gut 400m² davon waren gebraucht und durch uns wiederaufbereitet. Dadurch war der Teppich nicht nur besonders nachhaltig, er hat auf dem Fest ein zweites Leben geschenkt bekommen. „Achtsamkeit“ liest man in großen Lettern auf dem Teppich, der nach dem Verlegen durch uns noch von Künstler:innen seitens des Mitsommerfestes bemalt und beschrieben wurde.

Ein Symbolbild für die Inklusion

„Die Resonanz auf den Teppich als Leitspur und Symbolik war sehr groß, sowohl bei der allgemeinen Bevölkerung, aber auch bei den Betroffenen selbst“ sagt Rico Pengler, Verantwortlicher der Festgestaltung. Bei betroffenen Institutionen wurde das Projekt sogar für seinen Pioniercharakter gelobt – und als Symbolbild für die Inklusion wahrgenommen, die das ganze Fest umspannte.

Für uns zeigt dieses Projekt einmal mehr: Event-Infrastruktur und Kreislaufwirtschaft gehen Hand in Hand. Durch die Wiederaufbereitung bekommen die Teppiche nicht nur einen zweiten Auftritt, wir reduzieren so auch aktiv den ökologischen Fußabdruck von Großveranstaltungen.

Wir sind stolz, Teil eines solchen Projekts gewesen sein zu dürfen und bedanken uns für die angenehme Zusammenarbeit!

Die Fotos wurden uns zur Verfügung gestellt vom Fotoclub Frauenfeld, Dankeschön! https://fotoclub-frauenfeld.ch/

Zurück zu den News